CONSUL GENERAL
Magnolia Ball Remarks
Generalkonsul Eric Nelson
München, 22. Januar 2008
Es gilt das gesprochene Wort
"In München ist der Fasching etwas vornehmer."
So vortrefflich formulierte es Ministerpräsident Beckstein.
Liebe Ballgäste:
Recht hat er!
Sie alle hier haben sich heute besonders fein gemacht.
Ja mei: Wer ko, der ko.
Auch ich habe mich in Schale geworfen, sozusagen a bisserl "aufgebrezelt." So ziemt sich das in Begleitung einer Königlichen Hoheit.
Es ist nicht nur eine große Ehre für mich, sondern dient ja schließlich einem guten Zweck - im wahrsten Sinne des Wortes.
Einem guten Zweck, der Freundschaften fördert und Generationen verbindet.
Ein Rückblick, auf den Ball in drei Sätzen:
• In der Nachkriegs-Zeit war der elegante Magnolienball etwas ganz Besonderes in München.
• In den Fünfziger-Jahren finanzierte der Deutsch-Amerikanische Frauenclub bereits einen Studentenaustausch nach Amerika. Auch das war damals etwas ganz Besonderes.
• Heute lebt diese vorbildliche Tradition dank Ihrer Spenden weiter. So fördern Sie, liebe Gäste, auch in Zukunft bayrisch-amerikanische Begegnungen: sozusagen mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Tanzbein.
So einfach ist das.
Ja mei: wer ko, der ko.
Bayern und Amerikaner sind eben ein unschlagbares Team.
Sie sind verlässliche Partner und treue Freunde. Herzstück der bayrisch-amerikanischen Beziehungen ist und bleibt der Studentenaustausch.
Persönliche Begegnungen öffnen Wege in neue Welten.
Persönliche Begegnungen bauen Vorurteile ab und Brücken auf.
Studentenaustausch ist Brückenbau.
Dina Powell, ehemalige Staatssekretärin im amerikanischen Außenministerium, drückt es so aus:
"The wonderful thing about bridges, and that is what exchange programs really are, is that you can cross in both directions. Thus we all benefit from the positive change…through people-to-people exchange programs." Zitat Ende
Űbrigens freue ich mich besonders, dass die Stadt München heuer zu ihrem 850-jährigen Stadtjubiläum unser Motto “Brücken bauen” geklaut hat.
Früher gab es Brieffreundschaften. Heute treffen sich junge Leute bevorzugt in sozialen Netzwerken im Internet.
Sie bauen virtuelle Brücken. Es ist cool, "35 Seiten virtuelle Freunde" zu haben.
Auch wir vom Konsulat wollen junge Leute dort ansprechen, wo sie sich heute treffen. Dazu ein aktuelles Beispiel: Wir arbeiten mit einem der führenden deutschen "social networks" zusammen – den Lokalisten. Auf unsere Anregung hin gibt es seit kurzem bei den Lokalisten eine virtuelle "Home Base USA" -- sozusagen eine virtuelle Schnellspur über die Transatlantik-Brücke. Auf der "Home Base USA" können junge Leute aus Amerika und Bayern ihre Erfahrungen auf Deutsch austauschen.
Die Neugier wird geweckt. Wie aber sind die virtuellen Freunde “in echt”? Das Interesse wächst, diese Freunde auch persönlich kennenzulernen. Hier schließt sich der Kreis.
Der deutsch-amerikanische Frauenclub bietet seit vielen Jahren mit seinem erfolgreichen Austauschprogramm "the real thing":
Echte Menschen, die offen aufeinander zugehen und sich gegenseitig respektieren.
Es gibt einfach kein besseres Patentrezept für gegenseitiges Verständnis.
Das ist altbewährt und immer noch voll im Trend.
Wie sagte Karl Valentin so treffend: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen."
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine wunderschöne Ballnacht.
Ausg'redt is!


