jump over navigation bar
Consulate SealUS Department of State
Consulate General of the United States Munich, Germany - Home flag graphic
About Us
 
  Consul General Speeches About the Consulate Programs and Events Job Openings Information Resource Center

Consul General

Fulbright Alumni Winterball
Generalkonsul Eric Nelson

München, 27. Januar 2007
Es gilt das gesprochene Wort.

Alle Amerikaner tragen Cowboyhüte.
Alle Deutschen tragen Lederhosen.

Alle Amerikaner essen fast food.
Alle Deutschen essen Sauerkraut.

Alle Amerikaner lieben Klimaanlagen.
Alle Deutschen lieben Kuckucksuhren.

Herr Dr. Hoffmann, Frau Hiller, liebe Fullis, meine Damen und Herren!

Sie alle haben diese Klischees schon hundertmal gehört. Je nach Gemütslage haben Sie genervt oder gelassen darauf reagiert. 

Viele Menschen lieben ihre Vorurteile. Sind Klischees doch oft das Einzige, was diese Menschen von einem Land wissen.

Sie als Fulbrighter wollten es nicht dabei belassen.
Sie waren neugierig.
Sie wollten ein Land bereisen, seinen Menschen begegnen, seine Seele begreifen.

Einige ihrer eigenen Vor-urteile haben sich bestätigt.
Einige haben sich relativiert.
Einige haben sich als haltlos erwiesen.

Diese differenzierte Sichtweise des viel zitierten „American way of life“ verdanken Sie, liebe Fulbrighter, einem weitsichtigen Senator aus Arkansas, der 1946 eine zukunftsweisende Idee hatte.

Im Jahr 1952 unterzeichnen Bundeskanzler Adenauer und U.S. High Commissioner John McCloy das deutsch-amerikanische Fulbright Programm.

Im gleichen Jahr wird der „Vertrag über die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den drei Westmächten“ unterzeichnet. Damit wird Deutschland gleichberechtigt innerhalb der westeuropäischen Gemeinschaft.

1952 nimmt Deutschland zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an den olympischen Spielen teil. Die erste „Tagesschau“ flimmert über einige wenige Bildschirme. Die meisten anderen machten sich ihr Bild aus der ersten Ausgabe der „Bild-Zeitung“.

Bereits ein Jahr später entdeckten die ersten Fulbrighter aus Deutschland  Amerika. Damals war Amerika für Deutsche vor allem gaaanz weit weg.  Man konnte nur mit dem Schiff fahren oder – mit umständlichen Zwischenstopps - in Propellerflugzeugen fliegen. 

Das hat sich gründlich geändert. Geblieben ist aber die Neugier, sich ein eigenes Bild von einem vertrauten, aber doch unbekannten Land machen zu wollen. Seit Beginn des Austauschprogramms haben mehr als eine Viertel Million Studenten, Lehrer und Wissenschaftler an einem Fulbright-Programm teilgenommen.

Sie alle bestätigen Senator Fulbrights Credo: “There is nothing obscure about the objectives of educational exchange. Its purpose is to…acquaint students and scholars from many lands with America as it is – not as we wish it were or as we might wish foreigners to see it but exactly as it is…”

Viele meinen, dass in unserer globalisierten Welt der emails und podcasts so ein Austauschprogramm überholt sei.
Das Gegenteil ist der Fall.

Heute, nach mehr als einem halben Jahrhundert Fulbrightprogramm betont die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice, wie wichtig das Kennenlernen anderer Kulturen ist: “…When you can look a person in the eye as you have a conversation, when you can see the people… of foreign countries firsthand, you gain a sense of intimacy and knowledge that does not just come from a phone call or in an email… It breaks down stereotypes and makes people quicker to listen and slower to judge.” 

Personal experience:
Extra dividend of your experience – what you did not expect: you learned more about yourself. That was certainly my experience from my first trip to Konstanz. As I continue to move around, I find that I want even more of it.

Sie alle sind die besten Botschafter der Völkerverständigung, die wir uns vorstellen können.

Fullis mag jeder – auch die himmlische Frau Holle. Damit der Fulbright-Winterball auch seinem Namen Ehre machen kann, schüttelte sie kräftig ihre Betten aus.

Übrigens, wenn Sie sich nicht mehr so recht an die Geschichte von Frau Holle erinnern, können Sie sie als podcast herunterladen. Eventuell helfen Ihnen Ihre Kinder dabei – oder ein Teenager aus der Nachbarschaft

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Rat mit auf den Weg geben.
Wenn Sie nachher nach Hause gehen, vergessen Sie nicht, dass es kalt ist. Setzen Sie Ihren Cowboyhut auf.

Essen Sie ganz viel vitaminreiches Sauerkraut, damit sie gesund durch den Winter kommen.

In diesem Sinne: Let’s have a ball!

 

Page Tools:

 Print this article



 
 

    This site is managed by the U.S. Department of State.
    External links to other Internet sites should not be construed as an endorsement of the views or privacy policies contained therein.


Consulate of the United States