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Consul General

Exchange Programs Alumni Reception
Generalkonsul  Eric Nelson

München, 10. Mai 2007
Es gilt das gesprochene Wort

Frau Staatsministerin Merk,
lieber Imam Idriz,
Herr Dr. Lammersdorf,
liebe Gäste:

Ein amerikanisches Sprichwort sagt:
“Opportunities look for you when you are worth finding.”
Sie alle wurden ausgewählt. Sie alle wurden gefunden.

Liebe Findelkinder -

Herzlich willkommen hier im Amerika Haus.
Viele von Ihnen machten hier im Amerika Haus ihre ersten Schritte in Richtung USA. Viele von Ihnen entdeckten hier staunend die ungeahnten Möglichkeiten unserer internationalen Besucher- und Austauschprogramme. Jeder von Ihnen kam mit neuen Eindrücken und differenzierten Einsichten zurück.

Nach Ihrer Rückkehr hatten Sie viel zu erzählen - Ihrer Familie, Ihren Freunden und Ihren Kollegen. Und was war eigentlich mit den anderen Programmteilnehmern?

Sie haben sich gefragt:
Was hat die anderen am meisten beeindruckt?
Welche innovativen Ideen aus Amerika haben die anderen umgesetzt?
Wie kann ich mit ihnen Kontakt aufnehmen?

Das Zauberwort heißt:
„Alumni-Netzwerk“.
Zwei Kolleginnen unserer Botschaft zeigen Ihnen heute unsere neue Internetseite „State Alumni - Your Global Community“. Damit können Sie ganz bequem - an Ihrem PC oder Ihrem Blackberry - mit Alumni in Bayern, in Deutschland und in der ganzen Welt Kontakte knüpfen.
Auf Neudeutsch heißt das „Networking“. 

Ohne “Networking” - oder ironisch gesagt, ohne „Vitamin B“ - funktioniert im heutigen Berufsleben gar nichts mehr.  Aber Vitamine sind nun einmal unverzichtbar - für Knochen- wie auch für Karriereaufbau.
Vitamine schaden nur dem, der sie nicht hat. Sie wissen ja:
Jemand kennt jemanden, der jemanden kennt, der wiederum jemanden kennt…

Bleiben Sie also in Kontakt mit uns und mit Ihren „Austausch-Fulbright-Patenschaft-International Visitors-Programm-Kollegen“.
Auf gut bayrisch: mit den Spezln.

Internationale Austauschprogramme sind für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Eines unserer neuen Austauschprogramme liegt uns besonders am Herzen. Wir haben es „Windows on America“ genannt. Es soll speziell Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein Fenster in die USA öffnen. In diesem Sommer ermöglichen wir einer Gruppe Jugendlicher aus Bayern eine USA-Reise.  Ohne unsere „public-private partnership“ wäre eine solche Reise für diese Jugendlichen nicht zu finanzieren.  Junge Leute sollen unser Land selbst erleben - eine nachhaltige Erfahrung. 

Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice beschreibt es so: 
“Participants in international exchange programs, Americans and foreigners alike, time and time again describe their lives as being forever changed by their experiences.”

Mein Studienaufenthalt an der Universität Konstanz hat genau das bewirkt. Er hat mir Augen, Ohren und auch das Herz geöffnet. Ich habe sehr viel Neues über mein Gastland erfahren, aber auch sehr viel über mein Land und über mich selbst. Nach meinem Studienaufenthalt in Deutschland wollte ich das Kennenlernen anderer Kulturen zu meinem Beruf machen.

Und so stehe ich heute als amerikanischer Diplomat vor Ihnen.

Menschen in anderen Ländern besser kennenzulernen, ist Sinn und Zweck internationaler Austauschprogramme. Der weitsichtige Senator Fulbright ging noch einen Schritt weiter: 
“These programs aim to bring a little more knowledge, a little more reason and a little more compassion into world affairs and thereby to increase the chance that nations will learn at last to live in peace and friendship.”

Liebe Gäste, Sie gehören zu einem ganz exklusiven Kreis. Ihre USA-Erfahrung soll keine flüchtige Etappe in Ihrem Lebenslauf sein.  Sie soll Ihre Laufbahn ständig begleiten. Mit gleich gesinnten Laufpartnern läuft alles besser.

Deshalb: Stay connected - with us and with each other!

Übrigens, mehr als 200 Teilnehmer unserer Austauschprogramme wurden  Staatsoberhäupter. 37 sind Nobelpreisträger. Ladies and gentlemen - Who’s next?

Bis es so weit ist, freue ich mich ganz besonders, dass Sie, Frau Staatsministerin Merk, sich so spontan bereit erklärt haben, heute hier zu sprechen. Sie waren 1999 Gast unseres Besucherprogramms. Damals waren Sie Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm. Heute sind Sie für die Justiz im Freistaat Bayern verantwortlich. Und morgen?!

Frau Staatsministerin, bitte!

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