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Consul General

Welcome Reception for Consul General Eric Nelson
Generalkonsul Eric Nelson

München, 19. Oktober 2006
Es gilt das gesprochene Wort.

Liebe Frau Randhahn, my fellow Americans - by law or in spirit -, meine Damen und Herren, liebe Gäste:

Wärmestube  
Eisenhowers Kochtopf 
Beh-A-Zet oder Baaz, wie man hier in München sagt.

Die Bayern lieben ihr „kleines Stück Amerika in München.“ Im Jahr 1946 radelten die Münchner kilometerweit, um in den Büchern der neu eröffneten American Library zu schmökern.  Auf 400 Bücher kamen damals 300 Leser - täglich. Nach zwölf Jahren Nazi-Diktatur war die amerikanische Lesehalle für die Münchner ein Schlaraffenland für den Geist – den Geist, der in 12 Jahren fast erfroren war. Die Lesehalle war sozusagen eine Anlaufstelle für geistige CARE-Pakete.  

Mit großem Vergnügen bin ich der Einladung des Amerika Haus Vereins gefolgt, um mich Ihnen allen heute vorzustellen.   Wie Sie gerade von Frau Randhahn gehört haben:

I am the new kid on the block.

Ich schätze die erfolgreiche Arbeit des BAZ sehr - und auch die Unterstützung des Amerika Haus Vereins.

Die bayerisch-amerikanische Freundschaft zu stärken und zu vertiefen, halte ich für eine meiner wichtigsten Aufgaben als amerikanischer Generalkonsul in Bayern. Sie alle - hier im Publikum - werden mir dabei ganz sicher verlässliche Partner sein.

Das Münchner Amerika Haus war das erste in Deutschland. Es wurde schon bald zu einer kulturellen Institution in München. 

John Cage, Lionel Hampton, Ed Steichen, Mies van der Rohe,  Thornton Wilder, William Faulkner, T.S. Eliot, Leonard Bernstein, John Glenn, Edward Kennedy, Jessye Norman, Toni Morrison, Bill Clinton.

The guest list here reads like  „Who’s Who in America“.  They were all blockbusters here.

Das Amerika Haus schlug Wurzeln und Brücken.
Das Amerika Haus öffnete Türen und Herzen.


Auf goldene Zeiten folgten die turbulenten Sechzigerjahre. Doch die „Amerika Haus Macher“ ließen sich nicht entmutigen. Sie setzten weiterhin auf offenen Dialog.

In den neunziger Jahren änderten sich die Prioritäten der amerikanischen Kultur- und Informationspolitik. Das Geld wurde knapp. Die Existenz des Amerika Hauses war bedroht. 

Der damalige Programmdirektor Chris Peters ließ nicht locker. „Sein Amerika Haus“ sollte und musste weiter bestehen. Auf seine Initiative hin - entstand im Jahr 1997 der Amerika Haus Verein. 

Die Finanzierung des Amerika Hauses trägt vor allem die bayerische Staatsregierung. Ich kann mich gar nicht genug dafür bedanken. Daneben unterstützen die Mitglieder des Amerika Haus Vereins sowie bayerische und amerikanische Sponsoren das BAZ.  Auch wir im amerikanischen Generalkonsulat sind „sakrisch“ stolz darauf, ständiger Partner des Amerika Hauses zu sein. Wir bringen Ausstellungen, Künstler und Sprecher aus den USA hierher – Amerika zum Anfassen. As Secretary of State Condoleezza Rice says: „...When you can look a person in the eye as you have a conversation, when you can see the people.... of foreign countries firsthand, you gain a sense of intimacy and knowledge that does not just come from a phone call or in an email.... It breaks down stereotypes and makes people quicker to listen and slower to judge.”

Das Amerika Haus als Begegnungsstätte zwischen Amerika und Bayern ist das Symbol schlechthin für bayerisch-amerikanische Freundschaft und Partnerschaft – „a place for free men and women to exchange views.“ That is how John McCloy, the American amerikanische High Commissioner for Germany, put it in 1950.
Die Entdeckung Amerikas – sozusagen die zweite Entdeckung -  muss jedoch weitergehen.
Wenn man net mit der Zeit geht, na geht man mit der Zeit.

Früher fragten Besucher des Amerika Hauses, ob in ihren Care-Paketen Schuhcreme oder was Essbares ist. Ja mei, früher...
Heute besuchen die jungen Leute eher Chatrooms und Internetcafés.
Wie also erreichen wir die jungen Leute heute?
Wie binden wir sie in den bayerisch-amerikanischen Dialog ein?
Die Herausforderung an uns alle ist: Mehr Jugend ins Amerika Haus! Das Amerika Haus soll für junge Leute attraktiver und lebendiger werden -  also „hip“ und „in“. Ich wünsche mir einen kreativen Ideenaustausch zwischen amerikanischer und bayerischer Jugend hier im Amerika Haus. Ich denke dabei zum Beispiel an ”Hip Hop workshops” oder “Young artists workshops.”
Wir sind dabei – mit Rat und Tat.

Das Amerika Haus war und ist eine Erfolgsgeschichte. Gemeinsam  können wir diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Gemeinsam müssen wir an unsere Kinder und Enkelkinder weitergeben, warum uns das Amerika Haus so wichtig ist. Gemeinsam wollen wir es mit neuer Energie beleben.
”May the America House continue to be a place where our two countries so sympathetically progress in understanding each other.”
Dieses Zitat Thornton Wilders aus dem Jahr 1955 hat heute mehr Gültigkeit denn je.
Das Amerika Haus möge weiterhin Wurzeln und Brücken schlagen.
Das Amerika Haus möge weiterhin Türen und Herzen öffnen.

Liebe Partner, ich danke Ihnen.

 

 

 

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