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CONSUL GENERAL

Silver Tea
German-American Women’s Club
Generalkonsul Eric Nelson

München, 14. November 2007
Es gilt das gesprochene Wort

Frau Staatsministerin,
Frau Präsidentin,
liebe Gäste:

Zunächst einige Schlagzeilen aus dem Spendenalltag:
"Wachsende Wettbewerbsverschärfung für den Fundraising-Markt."
"Őffentliche Ressourcen immer knapper."
"Finanzierung vieler Einrichtungen vor dem Aus."

Dieselben Schlagzeilen auf gut bayrisch:
OHNE DIRIDARI GEHT GAR NIX ! 

Die Lösung lautet: Finanzierung durch Fundraising.
Zuerst bildet man eine Task Force.
Dann schafft man eine Marketingabteilung.  
Diese wiederum kümmert sich um:
• Spender- und Sponsorenakquise
• Entwicklung und Betreuung von Partnerships
• Strategieentwicklung und Gesamtvermarktung
• Unternehmensverantwortung und Spenderzufriedenheit

Die Damen vom Deutsch-Amerikanischen Frauenclub können da nur lächeln.
Sie sind die Marketingabteilung.
Sie glänzen mit kreativen Einfällen.
Sie erfreuen die Spender mit Köstlichkeiten.
Sie schürfen unermüdlich nach Silber.

Der Deutsch-Amerikanische Frauenclub setzt sich beispielhaft für wohltätige Zwecke hier in München ein. Er organisiert mit vollem Einsatz ein erfolgreiches Besuchsprogramm für junge Leute aus den USA. Besonders am Herzen liegt ihm aber der deutsch-amerikanische Studentenaustausch. Das freut mich besonders.

Heute ist Jamie Overstreet von Tuscaloosa in Alabama bei uns. Dank der Unterstützung des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs studiert sie ein Jahr hier an Münchens Elite-Universität. Im April nächsten Jahres finanziert der Club einer weiteren amerikanischen Studentin, Kersti Spjut, einen Studienaufenthalt in München. Außerdem ermöglichen die Clubdamen jährlich mehreren amerikanischen Jugendgruppen einen Kurzaufenthalt in Bayern. All inclusive – sogar mit einem Schnupperkurs im Schuhplattln. 
So geben die Clubdamen Impulse, so öffnen sie Türen.
Pragmatisch, praktisch, bayerisch-amerikanisch!

Karen Hughes, Staatssekretärin im amerikanischen Außenministerium, war gerade letzte Woche in München. Sie betonte, wie wichtig die persönliche Begegnung zwischen Menschen verschiedener Länder ist:

"There is no substitute for bringing people here to experience America and make up their own minds about us – and there’s no substitute for sending American young people abroad to learn about the rich culture, history and contributions of different countries – and to learn to speak the languages of the world..."   

Auch wir vom Konsulat tragen unser Scherflein zum gegenseitigen Verständnis unserer beiden Länder bei.  Ich bin besonders stolz, dass wir seit über einem Jahr eine Visumabteilung in unserem Konsulat haben. Wir haben seit Oktober letzten Jahres fast fünftausend Visa für Studenten und Austauschbesucher ausgestellt.
Wir sind Visagisten.
Wir erleichtern die so wichtigen persönlichen Begegnungen über den großen Teich. Freundschaften zwischen Menschen in ganz verschiedenen Regionen der Welt sind beispielhaft dafür, was wir im Englischen "citizen diplomacy" nennen. Die Diplomatie auf Regierungsebene ist eine Sache, das Verständnis von Mensch zu Mensch aber erfüllt sie erst mit Leben.
Jeder einzelne Besucher - ob nun Tourist, Austauschstudent oder Geschäftspartner - ist ein "citizen diplomat".

Why is citizen diplomacy so important?
The renowned American anthropologist Margaret Mead describes the impact of individuals as follows:
"Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it is the only thing that ever does."

Sie glauben, ein einziges, winziges Wesen könne nichts bewirken ?
Denken Sie doch einfach an die Wirkung einer einzigen winzigen Stechmücke in einem Raum.  

Meine Damen und Herren:
Reden ist Silber - Spenden ist Gold.

Übrigens:
• Der Geldtransfer geht hier ganz unbürokratisch und diskret vor sich. Sie werfen Ihr Silber - und vor allem Ihre Scheine - einfach in die große Schale. 
Am besten mit beiden Händen.
• Der Einsatz und die Arbeit der Clubdamen sind mit Geld ohnehin nicht aufzuwiegen. Deshalb können Sie es getrost spenden.
• Mit Ihrer Kohle tun Sie auch etwas für den Klimaschutz.
Das heißt: Mit Ihren Emissionen verbessern Sie das bayerisch-   amerikanische Klima.
• Spenden ist übrigens völlig unbedenklich für Ihre Figur. Spenden hat nur positive Nebenwirkungen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Denken Sie an die Stechmücke!
Und nun gehen Sie bitte stiften.      

 

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