Consul General
World AIDS Day
Generalkonsul Eric Nelson
München, 1. Dezember 2006
Es gilt das gesprochene Wort.
Meine Damen und Herren:
25 Jahre AIDS - 25 Jahre Kampf gegen eine heimtückische Krankheit. Seit einem Vierteljahrhundert kämpfen wir gegen ein Virus, das sich zunächst in den
AIDS ist aber nicht nur eine globale humanitäre Krise, sondern auch eine weltwirtschaftliche, eine sicherheitspolitische und eine außenpolitische Herausforderung.
Im Jahr 2006 gibt es etwa 4,3 Millionen HIV Neuinfizierte. Fast 3 Millionen Menschen werden dieses Jahr an der Immunschwäche AIDS sterben.
Weltweit sind 40 Millionen Menschen mit HIV infiziert.
Am schlimmsten betroffen ist das südliche Afrika.
Laut einer Prognose der WHO wird bis zum Jahr 2030 die Immunschwäche AIDS die weltweit häufigste tödliche Infektionskrankheit sein.
Diese alarmierenden Statistiken sind uns allen hinreichend bekannt. Nicht diese anonymen Zahlen machen uns betroffen, sondern das Leid, das diese tückische Krankheit den Menschen weltweit gebracht hat.
Auf einem Weltgipfeltreffen der Gesundheitsminister im Jahr 1988 vereinbarten die beteiligten Länder einen intensiveren Informationsaustausch über HIV und AIDS. Als „World AIDS Day“ wurde der 1. Dezember bestimmt. Dieser Tag sollte fortan unsere Solidarität mit den Betroffenen zeigen.
Aus dieser Solidarität entstand unsere Entschlossenheit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und zu handeln. Die Weltgemeinschaft hat begriffen, dass AIDS keine Ländergrenzen kennt und alle sozialen Schichten trifft.
Den guten Vorsätzen folgten Taten. Aus den Taten entstehen Erfolge.
Im Jahr 2003 hat Präsident Bush einen globalen Krisenplan zur AIDS-Bekämpfung ins Leben gerufen – den „President’s Emergency Plan for AIDS Relief“, kurz „PEPFAR“ genannt. Im Laufe des Fünfjahresplans stellen die USA 15 Milliarden Dollar für die Bekämpfung der Pandemie in der ganzen Welt bereit.
Der Plan unterstützt in den 15 am schlimmsten betroffenen Ländern
• die Behandlung von 2 Millionen HIV-Infizierten
• Präventivmaßnahmen gegen 7 Millionen Neuinfektionen
• sowie Betreuungsmaßnahmen für 10 Millionen HIV-Infizierte.
PEPFAR ist ein sehr ehrgeiziger Plan, aber er hat bereits jetzt beeindruckende Ergebnisse gebracht. Partnerschaften in und mit mehr als 120 Ländern haben im Kampf gegen AIDS erfolgreich Leben gerettet.
Im Jahr 2003 wurden nur etwa 50.000 Menschen im südlichen Afrika mit Medikamenten behandelt. Drei Jahre später können bereits mehr als 560.000 Infizierte – Männer, Frauen und Kinder – durch PEPFAR-Programme weiter- und überleben.
PEPFAR umfasst Präventionsarbeit für Mütter und Kinder sowie Aufklärungskampagnen und Behandlung für fast 14 Millionen Menschen.
Die
Die amerikanische Strategie einer dauerhaften AIDS-Bekämpfung kann nur durch internationale Kooperation erfolgreich sein. Nachhaltige Fortschritte bei der Eindämmung der Pandemie erfordern Einsatz und Zusammenarbeit der gesamten internationalen Staatengemeinschaft. Nur wir alle gemeinsam können entsprechende Handlungskonzepte entwickeln - und so diese gewaltige Aufgabe auf lange Sicht schultern.
In den nächsten 10 Jahren werden 40 Millionen Menschen mit HIV infiziert.
95 Prozent davon leben in Entwicklungs- oder Schwellenländern.
Wir müssen die Bildung dieser Menschen verbessern.
Wir müssen ihre Gesundheitssysteme leistungsfähiger machen.
Wir müssen ihre Armut bekämpfen.
Das internationale Motto des diesjährigen Welt-AIDS-Tags ist:
„Stop AIDS: Keep the Promise.“
Wir müssen zu unserem Versprechen stehen und es konsequent einlösen.
Mit Mut und Menschlichkeit wollen wir Partner für Perspektiven finden - Partner für Perspektiven, die denkbar, planbar und machbar sind.
Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice sagt dazu:
„We will not defeat this disease in a month or in a year; but if we sustain our commitment, if we match our compassion with action, we will one day bring hope to all who are living in the shadow of HIV/AIDS.”
„Wir werden diese Krankheit nicht in einem Monat, auch nicht in einem Jahr besiegen. Aber wenn wir uns weiter unermüdlich für die Sache einsetzen, wenn wir unser Mitgefühl in praktisches Handeln umsetzen, werden wir eines Tages all denen Hoffnung geben, die im Schatten von AIDS leben.“
Ich bedanke
Ich wünsche uns allen eine konstruktive und informative Diskussion.


