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CONSUL GENERAL

Remarks at the German-American Men's Club Christmas Reception
Generalkonsul Eric Nelson 

München, 12. Dezember 2007
Es gilt das gesprochene Wort

Es war einmal -- ein Amerikaner. Er war Diplomat. Er liebte München. Den Münchnern ging es damals ziemlich schlecht. Also sorgte er dafür, dass sie etwas zu essen bekamen. Er erfand eine kräftige Suppe. Und er schenkte München eine grüne Lunge. Er plante und baute den Englischen Garten.
Das war 1789. Der Amerikaner hieß Benjamin Thompson und wurde später zu Graf Rumford geadelt. Ich freue mich, heute bei Ihnen im Rumford-Room ganz nahe am Englischen Garten zu sein.

Es war einmal -- eine Gruppe von Amerikanern. Sie kamen als Soldaten und wurden "citizen diplomats." Sie liebten München. Den Münchnern ging es damals ziemlich schlecht. Also sorgten die Amerikaner dafür, dass die Münchner etwas zu essen bekamen. Und sie schenkten München eine eiserne Lunge.
Das war 1947. Die Amerikaner gründeten den Deutsch-Amerikanischen Herrenclub. Seit nunmehr 60 Jahren setzen sie sich unermüdlich für die deutsch-amerikanische Freundschaft ein.

Lieber Herr Dr. Schmucker, liebe Gäste:
Weihnachten ist das Fest schöner Traditionen.
Alle Jahre wieder kommt die aufwendige Suche nach einem Parkplatz.
Alle Jahre wieder kommt die verzweifelte Suche nach einem gerade gewachsenen Tannenbaum.
Alle Jahre wieder kommt die Planung eines festlichen Weihnachtsessens.
Für mich ist der Abend heute mit Ihnen ein besonders festlicher Anlass.
Für den Deutsch-Amerikanischen Herrenclub ist das Weihnachts-Dinner der Höhepunkt des Jahres.
Zur Vorbereitung braucht man natürlich viele Helfer.  Auf gut Neubayrisch: Service Provider.
Engel aus Bayern und Rentiere aus Amerika bilden ein unschlagbares Team.

 

Die "Event manager" haben die zündende Idee für den passenden Slogan:
"Event, event, ein Lichtlein brennt!"

Alles kein Problem für die Organisatoren dieses gelungenen Weihnachtsessens. Schließlich hat der German-American Men’s Club Erfahrung mit guten alten Traditionen.
Die beste Tradition verstaubt jedoch, wenn sie nicht zukunftsorientiert ist. Deshalb pflegt der German-American Men’s Club heute vor allem den deutsch-amerikanischen Studentenaustausch. Dieses Konzept liegt auch mir besonders am Herzen. Auch wir vom Konsulat fördern Begegnungen zwischen Menschen in Bayern und Amerika. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir seit letztem Jahr eine Visumabteilung hier in München haben. Wir haben seit der Eröffnung mehr als 5.000 Studentenvisa ausgestellt. Dazu kommen noch etwa 10.000 Visa für Geschäftsleute, Orchestermusiker, Künstler und Journalisten. Außerdem unterstützen wir noch verschiedene Austauschprogramme -- sowohl für Schüler als auch für junge Berufstätige.
Übrigens, 50 Prozent der Mitglieder des neuen bayrischen Kabinetts sind ehemalige Teilnehmer an unseren Austauschprogrammen.
Wie Sie sehen: Eine Investition, die sich für beide Seiten auszahlt. 
Jeder einzelne Besucher -- ob nun Tourist, Student oder Geschäftspartner  – ist ein "citizen diplomat" im besten Sinn des Wortes.

Es war einmal -- ein Amerikaner. Er ist Diplomat. Er liebt München. Er steht heute als Generalkonsul vor Ihnen. Er weiß:
Diplomatie auf Regierungsebene ist eine Sache. Das Verständnis von Mensch zu Mensch -- von "citizen diplomat" zu "citizen diplomat" --  erfüllt sie aber erst mit Leben.
Sie alle hier setzen sich mit all Ihrer Kraft für dieses Ziel ein.
Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen.
Meine Damen und Herren:
"Keep the candles burning."

 

 

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